Häufige Fragen

Platztor

Wie ist der Zeitplan des Campus am Platztor?
September 2019: Start Architekturwettbewerb
Mai 2021: Abschluss Architekturwettbewerb
2022-2023: Ausarbeitung Bauprojekt
2023-2024: Bewilligungsverfahren (Einreichung Baugesuch und Erhalt Baubewilligung)
2025: Baustart
Voraussichtlich 2029: Fertigstellung
(Stand April 2021)

Welche Dimensionen hat das Gebäude?
Das Gebäude ist 25 Meter hoch. Die Länge beträgt 75 bis 80 Meter, die Breite 35 bis 40 Meter.

Wird die HSG Mietliegenschaften nach der Inbetriebnahme des Campus Platztor abgeben?
Bis zur Inbetriebnahme sieht sich die HSG angesichts der Entwicklung der Studierendenzahlen mit einem Platzproblem konfrontiert. Für den Lehr- und Forschungsbetrieb setzt die HSG auch auf Mietliegenschaften, auf Provisorien und dehnt den Lehrbetrieb bis 22 Uhr Abends sowie an Samstagen aus. Die Immobilienstrategie der Universität sieht vor, kleinere gemietete Liegenschaften zu kündigen und in grössere Büro-Liegenschaften zusammenzuführen. Dadurch hat sich die Universität seit dem Jahr 2013 aus bereits aus 13 meist kleineren Mietliegenschaften im Quartier (inkl. ein Provisorium) zurückgezogen.

Hinsichtlich weiterer Abgaben werden an der HSG derzeit verschiedene Szenarien geprüft. Aktuell kann davon ausgegangen werden, dass in den kommenden fünf Jahren verschiedene kleinere Mietobjekte gekündigt werden, was gesamthaft einer Fläche von 1’500 m2 entspricht. Anzumerken ist, dass die HSG keinen Einfluss darauf hat, ob und für welchen Verwendungszweck (Wohnraum oder Bürofläche) die Besitzer die Liegenschaft neu vermieten.

Ist eine neue Verbindung zwischen dem Campus am Rosenberg und dem Campus Platztor angedacht (Standseilbahn o.ä.)?
Vorgesehen ist, dass sich die Studierenden via Treppenverbindungen zwischen den beiden Standorten bewegen. Eine Standseilbahn ist zurzeit nicht geplant. Damit diese aber zu einem späteren Zeitpunkt möglich wäre, wurde die Standseilbahn bei der Planung trotzdem berücksichtigt.

Ich bin Anwohnerin oder Anwohner am Platztor und habe ein Anliegen. An wen kann ich mich wenden?

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Weitere Informationen zum Campus Platztor finden Sie hier.

SQUARE (HSG Learning Center)

Was drückt der Name «SQUARE» aus?

SQUARE ist ein öffentlicher Platz, wo sich Menschen treffen und austauschen. Ein Ort für inspirierende Begegnungen und lebhaften Dialog über soziale, disziplinäre und kulturelle Grenzen hinweg. Architektonisch gesehen nimmt der Name zudem die flexible Raumaufteilung auf: Die Grundfläche des Gebäudes gliedert sich in ein Raster aus Quadraten (Squares), die je nach Bedarf kombiniert werden können. Schliesslich ist Square auch die zweite Potenz, was den Anspruch symbolisiert, dass das Gebäude als Multiplikator wirken soll. SQUARE ist ein Ort, der allen Menschen offensteht. Hier wird ein lebhafter Austausch stattfinden.

Wie wird SQUARE als Lernumgebung genutzt?

SQUARE experimentiert mit neuen Formaten des Lernens und Lehrens und bezieht Dozierende mit ein, die sich mit innovativen Formaten bewerben müssen. Neues auszuprobieren, ist hier Programm. Was sich hier bewährt, soll auch anderswo umgesetzt werden – inner- und ausserhalb der HSG.

Dazu kommen aussercurriculare Veranstaltungen, die aber einen engen Bezug zu unserer Lehre haben. Weiter gibt es eine Reihe von Formaten, welche durch die Intendanz geplant und organisiert werden sowie Veranstaltung von Externen, wobei wir auch hier Wert auf innovative Ansätze legen. Alle Veranstalter erhalten Unterstützung durch das Team der Intendanz.

Welche Nutzungen sind spezifisch für dieses Gebäude?

Es bietet innovative, flexibel nutzbare Lernumgebungen, ergänzt mit neuen digitalen Medien und schafft damit den Rahmen für individuell angepasste Settings und lernorientierte, persönliche Begegnung. In Gruppenarbeitsräumen und Arenen werden zukunftsfähige Kompetenzen gefördert, beispielsweise die Stärkung der Sozial- und Technologiekompetenz, die Fähigkeit, Debatten zu führen sowie unternehmerisch und kreativ zu denken.

Wie wurde SQUARE finanziert?

Die HSG hat eine lange Tradition von Förderungen und Schenkungen. SQUARE wurde vollständig dank privater Spenden realisiert. Es wurden keine öffentlichen Mittel dafür eingesetzt. Die HSG Stiftung hat die Finanzierung in ihrem bisher grössten Fundraisingprojekt vollumfänglich über Schenkungen ermöglicht und übergibt SQUARE mit Stolz und Freude zur Nutzung an die Universität St.Gallen.

Wie werden die Spendengelder eingesetzt?

Die HSG Stiftung kann mit den Spendengeldern SQUARE vollständig finanzieren. Die Erstellungs- und Ausstattungskosten betragen 53 Mio. Franken. Um das besondere Potenzial von SQUARE zu realisieren, wurde ein innovatives didaktisches Konzept für die Nutzung entworfen. Die weiteren Spenden werden in den nächsten Jahren dafür und damit für die intendantische Entwicklung, für Inhalte und didaktische Programme eingesetzt. Dafür unterstützt die HSG Stiftung SQUARE mit vorerst weiteren 10 Mio. Franken in den kommenden Jahren.

Sind sämtliche Kosten für den Aufbau durch die HSG Stiftung gedeckt?

Sämtliche Erstellungs- und Ausstattungskosten des SQUARE in der Höhe von 53 Mio. Franken werden von der HSG Stiftung vollumfänglich mittels Spenden getragen.

Wer trägt die Betriebskosten?

Die Betriebskosten werden ab 1.1.2022 von der Universität St.Gallen als Mieterin getragen.

Wem gehört das Gebäude?

Das Gebäude ist im Eigentum der HSG Stiftung. Der Kanton St.Gallen hat der HSG Stiftung ein Baurecht für 40 Jahre erteilt.

Wie sieht die vertragliche Regelung aus?

Es wird von der HSG Stiftung an die Universität St.Gallen vermietet. Das Mietverhältnis ist auf 20 Jahre abgeschlossen. Die Universität kann die Mietdauer um zweimal 10 Jahre verlängern.

Warum baut der Kanton SQUARE nicht selbst?

Dank SQUARE will sich die Universität ein internationales Qualitätsniveau sichern, welches vom Kanton – der für den Campus Platztor und die Sanierung des Bibliotheksgebäudes verantwortlich ist – so nicht finanziert werden könnte. Zudem ermöglichte die private Finanzierung eine zügige Umsetzung und hohe Flexibilität in der späteren Nutzung.

Grundsätzlich kann die öffentliche Finanzierung die Basis des Hochschulbetriebs finanzieren, private Spenden unterstützen die Positionierung der Universität und die Umsetzung von Exzellenzprojekten.

Weshalb wurde kein offener Architekturwettbewerb durchgeführt und hingegen nur ausgewählte Architekturbüros angefragt?

Die Stiftung ist eine private Bauherrin und kann deshalb Wettbewerbe auf Einladung durchführen. Sie wollte eine Auswahl von international und national renommierten Büros für Entwürfe gewinnen. Von den acht Büros, die teilgenommen haben, haben zwei ihre Wurzeln in der Ostschweiz.

Mit Sou Fujimoto Architekten hat ein internationales Architekturbüro den Wettbewerb gewonnen. Inwiefern werden lokale Bauunternehmen bei der Umsetzung berücksichtigt?

Als spezialisierte Wirtschaftsuniversität ist eine überregionale und internationale Ausstrahlung bedeutsam, um aus diesem Wissen und Austausch Nutzen für den Denk- und Arbeitsplatz Schweiz sowie die Region stiften zu können.

65% des Gesamtvolumens der reinen Baukosten konnte an Firmen in der Region Ostschweiz vergeben werden.

Wieso wird anstatt der Sanierung des B-Gebäudes und dem Bau von SQUARE nicht ein neues Gebäude gebaut (also Abbruch B-Gebäude)?

Das Bibliotheksgebäude ist erst dreissig Jahre alt. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre ein Abbruch kaum zu rechtfertigen gewesen. Mit der Instandsetzung kann die Lebenslauer des Gebäudes verlängert werden. Mit dem Bau des SQUARE durch die HSG Stiftung konnte die Universität ihren Bedarf nach einem innovativen Wirkungsraum schnellstmöglich decken.

Der Bau besteht hauptsächlich aus Glasfassaden. Ist das nicht gefährlich für Vögel?

Nein, der Vogelschutz wurde zusammen mit den Spezialisten der Vogelwarte Sempach bereits in der Planung sorgfältig evaluiert und die entsprechenden Massnahmen sind ins Desgin und die Ausführung eingeflossen.

Kunst am Bau ist ein grosses Thema an der Universität St.Gallen. Wie sieht es im SQUARE aus. Gibt es da auch Kunstwerke?

Ja, im Atrium des SQUARE findet das Kunstwerk «Through the forest of thorns, a single path» von Mai-Thu Perret seinen Platz, vor dem SQUARE erhebt sich eine Skulptur von Sir Tony Cragg.

Ist es nicht Aufgabe des Kantons, der HSG den nötigen Raum zur Verfügung zu stellen?

Gemäss Uni-Gesetz muss der Staat der Universität Räume zur Verfügung stellen, sei es als eigene Immobilien oder als Mietobjekte, die sie zur Erfüllung des Leistungsauftrags benötig. Als international führende Wirtschaftsuniversität möchten wir aber nicht nur unseren Leistungsauftrag erfüllen, sondern in wichtigen Bereichen auch international Standards setzen. Das ist auch der Anspruch am SQUARE.

SQUARE, welches im Eigentum der Stiftung ist, wird auf dem Kantonsgelände gebaut. Wie wird dies vertraglich geregelt?

Der Kanton hat der HSG Stiftung ein Baurecht zur Erstellung des Gebäudes eingeräumt.

Wieso muss sich die HSG-Stiftung nicht an das öffentliche Beschaffungsrecht halten? Wird das öffentliche Beschaffungsrecht umgangen?

Die HSG Stiftung ist keine öffentlich-rechtliche Institution und muss sich deshalb nicht an die kantonalen Ausschreibungsvorgaben für öffentliche Bereiche halten. Die HSG Stiftung als private Stiftung untersteht nur dann dem Vergaberecht, wenn Objekte oder Leistungen zu mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten mit öffentlichen Geldern subventioniert werden (Art. 8 Abs. 2 Ziff. 2 IVöB) oder wenn der Staat erhebliche Beiträge leistet und die Anwendung des Vergaberechts in der Beitragszusicherung verfügt wird (Art. 2 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen [sGS 841.1]). Weil die HSG Stiftung dem Kanton für das Baurecht eine marktgerechte Entschädigung leistet, erhält sie keine Beiträge der öffentlichen Hand. Im Rahmen der späteren Nutzung durch die Universität wird klar festgehalten, dass die HSG Stiftung Eigentümerin bzw. Vermieterin des SQUARE ist und die Universität nicht den ganzen Betrieb des Gebäudes inkl. Eigentümerunterhalt etc., übernimmt.

Wie sieht die Ökobilanz des Baus aus?

Das Gebäude berücksichtigt das Prinzip der der nachhaltigen Energieversorgung über die Nutzung der Umgebungswärme und wird über 65 Erdsonden mit je 200m Tiefe sowie eine Wärmepumpe beheizt und gekühlt. Die Wärmepumpe deckt den gleichzeitigen Heiz- und Kühlbetrieb für das komplexe Glasgebäude ab. Dabei kommen hochleistungsfähige Heiz- und Kühldecken zum Einsatz, welche auch das Luftverteilsystem integrieren.

Zudem hilft die installierte Photovoltaikanlage, die CO₂-Emissionen gegenüber dem konventionellen Strommix weiter abzusenken. Insbesondere vorteilhaft ist die Stromerzeugung im Sommer, wenn der reichlich produzierte Strom zur Kühlung eingesetzt wird.

Rund die Hälfte der insgesamt 6000m3 Beton, die im SQUARE verbaut wurden, ist Recycling-Beton. Der neuartige Beton ersetzt natürlichen Kies mit rezyklierter Gesteinskörnung aus der Region. Zudem beinhaltet er den europaweit ersten und einzigen ressourcenschonenden Zement mit Mischgranulat aus Rückbauten, womit der Baustoffkreislauf geschlossen wird. Zudem spielt Regionalität eine wichtige Rolle: Der Baustoff wird ab dem nur 3 Kilometer entfernten Holcim Betonwerk in St.Gallen geliefert.

Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt ist ausserdem das Hohlkörpersystem: Rund 900 bis 1200 Hohlkörper pro Stock werden direkt in den Decken eingegossen, was die benötigte Betonmasse um rund 17 Prozent und den Primärenergiebedarf um bis zu 22% Prozent reduziert sowie darüber hinaus das Erdbebenverhalten des Gebäudes begünstigt.

Inwiefern tangiert das Gebäude die umliegenden Häuser an der Guisanstrasse?

Eine optimale Einbettung ins Quartier war uns wichtig. Nur ein sehr kleiner Teil des Gebäudes (10x10 Meter) erreicht die maximale Höhe von 18.5 Metern (im Gebäudemittelpunkt).

Kam es zu Einsprachen und wie ging die HSG-Stiftung bei der Lösungsfindung vor?

Die HSG Stiftung und die Universität St.Gallen haben seit Beginn eine proaktive und transparente Kommunikation gewählt und behalten diese auch bei. Beide suchen regelmässig und den Austausch und Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohner und dem Quartier. Es kam zu einzelnen Einsprachen, die im gegenseitigen Dialog einvernehmlich bereinigt werden konnten.

Hat die HSG-Stiftung die Anwohner der tangierten Häuser finanziell entschädigt?

SQUARE bietet als Begegnungsstätte mit einem abwechslungsreichen Programm und einem gastronomischen Angebot einen Mehrwert für das Quartier. Anwohnerinnen und Anwohner werden finanziell nicht entschädigt.




Teilsanierung Bibliotheksgebäude


Das Bibliotheksgebäude wurde für 3500 Studierende gebaut und wird nun saniert. Weshalb wird die Bibliothek nicht ausgebaut?

Es wurden verschiedene Varianten geprüft – unter anderem auch der Ausbau der Bibliothek. Die Fachleute kamen zum Schluss, dass ein vom Bibliotheksgebäude separierter Bau für die künftige Entwicklungszweck dienlicher sei – gerade mit Blick auf die Anforderungen hinsichtlich Flexibilität des Lehrens und Lernens. Hierfür wurde SQUARE errichtet.